Pocket Mannerhatten Slogan

Grünflächen

Die Option „Grünflächen“ schließt Innenhöfe, Vorplätze oder Vorgärten zu größeren, zusammenhängenden Flächen zusammen. Auch eine parzellenübergreifende, großflächige Fassadenbegrünung kann im Rahmen dieser Option realisiert werden.

Die beteiligten Parzellen erhalten Zugang zu den Freiräumen der anderen Parzellen im Cluster. Auf den gemeinschaftlich nutzbaren Grünflächen können Gemeinschaftsgärten, Spielplätze, etc. eingerichtet werden. Durch das Zusammenlegen und Vergrößern der Innenhöfe werden unattraktive „Restflächen“ besser nutzbar und können z.B. begrünt werden. Wenn Zwischenmauern wegfallen, erhalten die Räume in den unteren Stockwerken mehr Licht.

Grünraum in der Stadt hat viele Vorteile. Speziell im dicht bebauten Gebiet wie in Ottakring ist er ein wertvolles Gut. Grünräume fördern das Wohlbefinden und die Erholung der BewohnerInnen, sie wirken gegen Überhitzung und Lärm, verbessern die Luftqualität und sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

Grünflächen

Mobilität

Mit der Option „Mobilität“ lassen sich vorhandene Parkgaragen zusammenschließen oder es entsteht die Möglichkeit, überhaupt eine zu errichten: Die Fläche unterhalb eines Gebäudes ist häufig für eine Tiefgarage nicht ausreichend und die Unterbauung des Innenhofs ist oft nachteilig oder gar nicht möglich. Eine Garage unter mehreren Parzellen ist dann eine gute Alternative um die notwendige Flächengröße zu erreichen.

Durch die zusätzlichen Stellplätze in der Tiefgarage kann der Parkstreifen auf der Straße anders – zum Beispiel für zusätzlichen Grünraum – verwendet werden. Auch die Erdgeschoßzone kann vielfältiger gestaltet werden, wenn es nur eine Einfahrt für mehrere Parzellen gibt.

Mehrere Parzellen können auch einen gemeinsamen Fuhrpark an Elektro-Autos, Lastenrädern und E-Bikes anschaffen und sich teilen. So ist noch mehr Sharing möglich, und alle Beteiligten sparen Geld und Platz!

Mobilität

Energie

Im Rahmen der Option „Energie“ werden Energie- und Haustechniksysteme vernetzt und effizienter genutzt.

Die Option bietet sich vor allem dann an, wenn eine Modernisierung bzw. Erweiterung von Haustechniksystemen geplant ist. Die gemeinsame Nutzung innerhalb eines Clusters kann zu erhöhter Effizienz führen: Viele Anlagen (Photovoltaik, Regenwassernutzung, u.v.m.) sind vor allem dann sinnvoll, wenn sie in einer bestimmten Systemgröße ausgeführt werden. Besonders vorteilhaft für die Nutzung von Sonnenenergie ist es, wenn in einem System unterschiedliche Lastprofile kombiniert werden, also beispielsweise innerhalb eines Clusters Arbeiten und Wohnen stattfindet. In Kombination mit der Option „Mobilität“ kann überschüssiger Strom aus einer Photovoltaikanlage in einem gemeinschaftlichen E-Mobilitätsfuhrpark gespeichert werden.

Energie

Gemeinschaftsräume

Die Option „Gemeinschaftsräume“ ermöglicht es, Zugangsrechte zu Gemeinschaftseinrichtungen zu tauschen und so eine größere Vielfalt und Auswahl an Nutzungen zu schaffen.

Jede Parzelle ist für die Einrichtung und Pflege einer Gemeinschaftseinrichtung verantwortlich, die von der gesamten Cluster-Gemeinschaft benutzt werden kann, und erhält im Gegenzug Zugang zu allen anderen Einrichtungen. Möglichkeiten dafür sind Fitnessräume, Partykeller, Co-Working-Büros, Musikräume, Bibliotheken, Waschküchen, etc. Auch solidarische Wohngemeinschaften („Co-Living“), die leistbares Wohnen ermöglichen, können im Rahmen dieser Option eingerichtet werden.

Gemeinschaftsräume

Erschließung

Die Option „Erschließung“ bezieht sich auf Stiegenhäuser und Aufzüge: Sie ermöglicht es mehreren Parzellen, einen gemeinsamen Aufgang zu verwenden.

So kann z.B. eine gebäudeübergreifende barrierefreie Erschließung entstehen. Der Raum wird effizienter genutzt: Die nicht mehr benötigten Stiegenhäuser der anderen Gebäude könnten etwa als Gemeinschaftsräume oder als Erweiterung von Wohnungen genutzt werden.

Bei der Umsetzung der Option muss die gesetzlich erforderliche Fluchtwegs-Distanz von 40 Metern jedenfalls eingehalten werden. Die Parzelle, die den gemeinsamen Aufgang auch für die anderen Parzellen zur Verfügung stellt, erhält Vorteile durch andere Maßnahmen des Teilens, die im Cluster definiert werden.

Erschließung

Dachflächen

Die Option „Dachflächen“ kann dann gewählt werden, wenn begehbare Dachflächen zusammengeschlossen werden und die beteiligten Parzellen die daraus entstehende Fläche nutzen können.

Auf den Dachflächen können sowohl private, einzelnen Wohnungen zugeordnete, Gärten als auch öffentliche Flächen entstehen. Auf diesen Flächen sind Gemeinschaftsgärten, Spielplätze, Swimmingpools, Grillplätze, etc. möglich.

Durch die Option entstehen parzellenübergreifende Grünräume, die für alle BewohnerInnen des Clusters zugänglich sind. Die Verbindungswege können das Straßennetz überspannen und eine „zweite Ebene“ in der Stadt schaffen. So entsteht zusätzlicher Freizeit- und Naherholungsraum direkt vor – oder über – der Haustür.

Wie auch bei der Option „Grünflächen“ entsteht durch die Dachgärten wertvoller innerstädtischer Grünraum, der Mehrwert für BewohnerInnen und das ganze Quartier bringt.

Dachflächen

Baumasse

Die Grundidee dieser Möglichkeit ist, liegenschaftsübergreifend gedacht, an weniger geeigneter Stelle Baumasse zurückzubauen und sie an geeigneterer Stelle neu zu errichten. Der Rückbau kann z.B. Gebäude betreffen, die andere Liegenschaften verschatten. Die Idee des Baumasse-Ausgleichs kann auch blockübergreifend umgesetzt werden.. Die Eingriffe müssen sensibel gehandhabt werden und intensiv mit Kommunikation und Partizipation mit BewohnerInnen, NutzerInnen und NachbarInnen begleitet werden.

Eingriffe in die Baumasse können von den EigentümerInnen als Gruppe organisiert und geplant werden. Unterschiedliche Bedürfnisse, Interessen bzw. eine klare vertragliche Regelung sind maßgeblich. Veränderungen der Baumasse müssen nach geltendem Gesetz genehmigt werden. Nebeneffekte (z.B. neue Verschattung, Veränderung der Sichtbeziehungen, Versiegelung, Verdrängungen), und faire Bedingungen für alle Beteiligten müssen immer berücksichtigt werden.

Baumasse

Erdgeschosszone & öffentlicher Raum

Belebte Erdgeschosszonen sind ein wesentlicher Qualitätsfaktor für eine lebenswerte Stadt. Häufig sind in die Gewerbeflächen in gründerzeitlichen Stadtquartieren aber zu klein für bestimmte Nutzungen (z.B: Supermärkte). Mit Bündelung von Flächen in kleinteiligen Stadtstrukturen können größere, zusammenhängende Flächen für gewerbliche Nutzungen geschaffen werden.

Das besondere Potenzial von Erdgeschoßflächen ist an die jeweilige Nutzung und das direkte Angrenzen an den öffentlichen Raum gekoppelt. Kooperationen mit zuständigen Stellen der Verwaltung sind deswegen empfehlenswert, da sie die Entscheidungsgewalt über den öffentlichen Raum inne haben und die Gestaltungsmöglichkeiten der NutzerInnen potenziell in den öffentlichen Raum hinein erweitern können.

Bauliche Voraussetzungen für gewerbliche Einheiten im Kontext mit dem öffentlichen Raum, (Abstellplatzdimensionierung und KundInnenfrequenz) sollten in die Planung einfließen. Ein besonderes planerisches Augenmerk muss auf Brandabschnitte, bauliche Niveauunterschiede und Mindestdimensionierungen und besondere Anforderungen für gewerbliche Nutzung in den jeweiligen Gesetzestexten gelegt werden. Bedingungen, Wünsche und Möglichkeiten, sollen möglichst früh mit lokalen bzw. gewünschten Gewerbebetrieben abgeklärt und damit die Kosten, Finanzierung und Fördermöglichkeiten erörtert werden können.

Erdgeschosszone & öffentlicher Raum

Zwischennutzung & Soziales

Die Option „Zwischennutzung und Soziales“ kann ein wichtiger Baustein für das soziale Miteinander im Block sein und sollte unbedingt mitgedacht, berücksichtig und befördert werden. Dazu gehören beispielsweise das Bereitstellen von leerstehenden Flächen für temporäre, gemeinschaftliche Nutzungen (Zwischennutzung) oder das zur Verfügung Stellen von günstigem Wohnraum für sozial Bedürftige. Diverse Sharing-Möglichkeiten bedürfen einer Organisation der Kooperation im Sinne von Integration und Solidarität und einer breiten Einbindung der Nachbarschaft. (Vernetzung auf digitalen Kommunikationsplattformen, Nachbarschaftszeitung, Hoffest, etc.) NutzerInnen können mitgestalten und mitwirken.

Zwischennutzungen können als „Testlauf“ dazu dienen, die Praxis und Resonanz der veränderten Nutzung auszuloten. Eine kontinuierliche Evaluierung ist empfehlenswert. Zuvor ist jedoch die bauliche Eignung für die geplante Nutzung zu prüfen.

Zwischennutzung & Soziales

Joker

Sie sind inspiriert und haben weitere Ideen, wie Sharing im Sinne von Pocket Mannerhatten funktionieren kann? Herzlich willkommen: Entwickeln Sie eigene Möglichkeiten des Tauschens und Teilens – hier geht’s zum Ideen einreichen!

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